Archiv für die Kategorie „neue Scheiben“

25. Oktober 2008

Neu im Regal

Zwei halbwegs aktuelle Alben, die für mich mindestens zu den 10 besten dieses Jahres gehören.

Amanda Rogers – Heartwood Schon vor etwa einem Jahr angekündigt, nun endlich erschienen, erfüllt Heartwood alle Erwartungen die der Teaser “Good Morning Heartwood” vor einem Jahr bei mir erweckt hat. Heartwood ist nicht mehr so minimalistisch wie gewohnt, klingt eher nach “normalem” Indiepop. Soll heißen: es gibt öfter Gitarren und Schlagzeug zu hören als man es sonst von Amanda gewohnt ist. Tut dem Album aber keinen Abbruch, weiterhin schöne Melodien, teils fröhlicher und energischer als gewohnt, aber emotionsgeladen wie eh und je.

Einziger Kritikpunkt:  Heartwood ist mir an manchen Stellen ein bisschen zu leicht, glatt und eingängig. Wunderbar: Drive, Fate’s Northern Shore, Operator and ganz besonders Cabin Muse. Auf den (gefühlten) zwanzigsten Aufguss von This Beauty hätte dagegen ich gut verzichten können, konnte ich mich noch nie besonders mit anfreunden.

Burst – Lazarus Bird ein würdiger Nachfolger für “Origo”, dessen “Flight’s End” und “Where The Wave Broke” immer noch zu meinen Lieblingsliedern gehören. Mit Lazarus Bird präsentieren sich Burst so abwechslungsreich, mal dicht, mitreißend und explosiv, dann wieder klar und geradezu spährisch, dass es äussert schwer fällt, sie in irgendeine Schublade zu stecken (das deute ich bereits als guts Zeichen). Vielleicht Psychadelic-Post-Hardcore-Progressive-Metal.

Probehören auf Bursts myspace Seite möglich und empfohlen.


8. April 2005

Feynman und Arkangel

Muss mal wieder meine Begeisterung öffentlich loswerden:

1. Feynman: ich lese gerade in Vorbereitung auf mein Experimental-Physik Vordiplom Feynmans “Vorlesungen über Physik” (ja, leider auf Deutsch) und bin hellauf begeistert. Feynman schafft es, den an sich doch eher trockenen Stoff so spannend aufzubereiten, dass ich gestern überlegen musste, ob ich lieber noch ein paar Kapitel lessen oder ins Carpe gehen sollte. Hab mich allerdings dann doch fürs Carpe entschieden. Hab dort dann aber noch mit Julia darüber diskutiert, ob das Buch für Studienanfänger geeignet ist. Die Vorlesungen damals waren wohl kein besonderer Erfolg.

2. Arkangel: vorgestern zum erstenmal das (für mich) neue Arkangel Album “Hope You Die By Overdose” gehört und seit dem auch nicht mehr viel anderes. Ist am 22. November 2004 erschienen und ich habs natürlich nicht mitgekriegt. Wie kommt es, dass Arkangel bei dem ganzen Metal-Core Hype derzeit nicht viel bekannter sind? Hope You Die By Overdose wird wohl jedem gefallen der auf Metalcore (aber nicht das Proll-Zeug), Schweden-Death, (The Haunted, At The Gates) oder Grind steht. Dicke Kaufempfehlung!

Ich hatte die Tage bereits das Vergnügen, in das neue, noch nicht erschienene Electric Six Album “Senor Smoke” reinzuhören. Kurzreview in sechs Worten: “Zu viel Disco, zu wenig Rock’n'Roll”. Wo bei “Fire” noch Thrashiger Punk’n'Roll überwiegte, hat jetzt eindeutig 70′er Disco und 80′er Syntie Pop/Wave die Oberhand gewonnen. Einzig “Be My Dark Angel”, “Boy or Girl” und teilweise “Vibrator” errinnern noch an den Sound von Electric Sixs Erstlingswerk. Alles andere klingt doch ein bisschen zu stark nach “Fire in The Disco”.

Wer sich was gönnen möchte, kann sich dagegen lieber “Fire” als Japan Import für schlappe 40 Euro zum Beispiel bei Amazon bestellen, von den drei Bonus Songs sind zwei nämlich äusserst exzellent: “I lost Control of my Rock’n'Roll” und “Remote Control Me”.